Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Kärnten 231 Unternehmen insolvent, fast 20 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Laut dem alpenländischen Kreditorenverband wird sich diese Entwicklung erst stabilisieren, wenn die Wirtschaft wieder wächst.
Die wirtschaftliche Dauerkrise führt in Kärnten zu einem deutlichen Anstieg der Firmeninsolvenzen: Im ersten Halbjahr 2026 wurden 231 Fälle verzeichnet, ein Plus von 19,07 Prozent gegenüber 2025, wobei Verfahren mangels Masse um 81,36 Prozent zunahmen. Privatkonkurse gingen leicht von 341 auf 326 zurück, die durchschnittliche Privatverschuldung stieg jedoch von 82.800 auf 104.700 Euro.
Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Kärnten laut AKV Europa 557 Insolvenzverfahren registriert, davon 231 Unternehmens- und 326 Privatverfahren; Firmeninsolvenzen nahmen deutlich zu, Privatinsolvenzen gingen leicht zurück. Zwei Völkermarkter Firmen (TARA Immobilienmanagement mit rund 7,86 Mio. Euro und Seniorenresidenz Ornbau mit rund 3,63 Mio. Euro) zählen zu den größten Fällen, die AKV erst 2027 mit einer Entspannung rechnet.